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Lotus Children’s Centre – Ein Straßenkinderprojekt in Ulan Bator

An einem sonnigen Herbsttag treffen wir im Zentrum von Ulan Bator Lim Gek Kheng. Eine kleine Frau aus Singapur, mit weißem Sommerhut steht lächelnd vor uns. Gek ist freischaffende Künstlerin und arbeitet ein Jahr als Volontär mit den Lotus Kindern.

Gemeinsam fahren wir an den Stadtrand von Ulan Bator, wo sich die Gebäude (Wohnhäuser, Jurten und Schulen) der Lotus Kinder befinden. Gek erzählt uns, dass Lotus keine große Organisation ist, mehr ein Projekt, welches zu 100% auf Kinder ausgerichtet ist.

1993 kam die Australierin Didi Kalika, Leiterin des Projektes, nach Ulan Bator (UB). Sie war schockiert über so viel Not und Armut, vor allem unter den Kindern auf den Straßen von UB. 1995 begann sie mit Hilfe von Freunden einen Ort zu schaffen,  welcher traumatisierten Kindern, sei es durch sexuellen Missbrauch, Vernachlässigung oder Unterernährung und Gewalt in Familien ein neues und sicheres Zuhause bietet und somit eine Chance auf ein besseres Leben. Im Moment leben 148 Kinder bei Lotus, das kleinste ist gerade einmal 3 Monate alt.
Teilweise werden die Kinder von der Polizei gebracht, oft ohne Papiere, ohne Namen und ohne Hinweis, welche Vergangenheit hinter dem Kind liegt. Auch Mütter die in größter Armut leben, oder aber in schwierigen Familienverhältnissen, (Alkohol, Drogen und Gewalt) bringen Ihre Kinder zu Lotus da ihnen oft die Kraft und die Mittel fehlen ihren Kindern eine Zukunft zu geben.
Nicht alle Kinder finden bei Lotus ein neues zu Hause. Oft flüchten sie wieder auf die Straße, da sie dort eine Freiheit verspüren, welche sie nicht aufgeben möchten.
Gek führt uns zu den Schlafräumen der Mädchen. Es sind kleine familiäre Gruppen mit einer Mutter und 6-8 Kindern. Die größeren Mädchen schlafen zu zweit in einer gemütlich eingerichteten Jurte. Im Säuglingshaus gibt es nochmals zwei Mütter, welche 2-4 Babys betreuen. Das Lotus Zentrum versucht den Kindern durch ein familiäres Umfeld, eine schulische Ausbildung und medizinische Versorgung, die Möglichkeit zu geben, sich eine positive Zukunft aufzubauen.

In der Schule werden wir sehr freundlich empfangen. Neugierige Augen betrachten uns, freundliche Gesichter strahlen uns an – wollen fotografiert werden. Die Kinder bei Lotus sind sehr aufgeweckt, interessiert und lebhaft.

Bildung ist mit das wichtigste Instrument, um aus dem Zyklus der Armut auszubrechen. In den Lotus-Schulen wird der Lernstoff auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt. Es gibt kleinere Gruppen in denen Kinder mit Lernschwierigkeiten intensiver gefördert werden, oder aber auch Spezialgruppen, wie beispielsweise eine Musik- oder Computerklasse. In der Freizeit haben die Kinder die Möglichkeit, in einer Nebenbaracke zu basteln. Wir lernen Sandra kennen, eine Australierin, welche für ein halbes Jahr als ehrenamtliche Mitarbeiterin den Kindern verschiedenste traditionelle Handarbeitstechniken beibringt. Gemeinsam sitzen wir mit den Kindern auf orangefarbenen Hockern und walken die Knackfolie mit dem Filz hin und her. Sichtlich Laune macht es den „kleinen Teufeln“ sich den Schaum auf Nase und Kinn zu schmieren und dann beherzt kuscheln zu kommen.
Uns sind die Kinder so ans Herz gewachsen, dass wir versprochen haben wieder zu kommen. Nach drei Monaten Chinaaufenthalt werden wir zu den Lous-Kindern zurückkehren und weitere Tage mit ihnen verbringen.
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